Jod in Nori-Snacks & essbare Algen in Korea


(Aktualisiert im März 2026)

Wir haben hier im KULAU Blog bereits einige Male über Jod und Algen gesprochen. Da es aber immer wieder ein heiß diskutiertes Thema ist, möchte ich das Thema gerne noch einmal aufgreifen und den Artikel auf den aktuellen Stand bringen. Auch wenn wir im KULAU Team fast alle große Algenfans sind, empfehlen wir Algen wegen ihres natürlichen Jodgehalts grundsätzlich in Maßen zu genießen, auch weil jeder Mensch anders auf Jod reagiert.

Laut den aktuellen Referenzwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt die empfohlene Jodzufuhr für Erwachsene heute bei 150 µg (= 0,15 mg) pro Tag. Das Deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist außerdem darauf hin, dass für Erwachsene eine maximale tägliche Aufnahme von 500 µg (= 0,5 mg) Jod noch als sicher gilt. Eine Packung unserer Bio-Norisnacks enthält rund 40 µg Jod. Damit entsprächen etwa 4 Packungen ungefähr dem aktuellen DGE-Referenzwert von 150 µg pro Tag. Die vom BfR als noch sicher eingestufte tägliche Höchstmenge von 500 µg würde man rechnerisch erst bei etwa 12 bis 13 Packungen erreichen.

Grundsätzlich gilt: Einige Algen enthalten mehr Jod als andere. Nori-Algen, die gerne als getrocknete Blätter für Sushi verwendet werden oder auch in unseren hauchdünnen Nori-Snacks verarbeitet sind, enthalten zum Beispiel deutlich weniger Jod als viele andere Algenarten wie etwa Kombu. Gerade sehr jodreiche Algen stehen in Europa deshalb stärker in der Diskussion.

Der Jodgehalt von Algen wird in Japan und in Korea deutlich weniger kontrovers diskutiert als hier. Schon bei meinem Besuch bei unseren Partnern in Korea im Jahr 2018 war ich erstaunt, wie selbstverständlich Algen dort zum Alltag gehören. Diesen Eindruck konnte ich bei unserer Algen-Research-Reise mit Seaweedlink im November 2025, gemeinsam mit Siriphorn, erneut bestätigen: Auch diesmal haben wir nahezu täglich Algen in unterschiedlichsten Formen gegessen. Algen sind dort kein Nischenprodukt, sondern selbstverständlicher Bestandteil der Alltagsküche. 

Hier zum Beispiel ein laut meiner koreanischen Freunde typisches koreanisches Mittagessen. Ich habe gezählt, und in 12 von 15 Schälchen auf dem Tisch waren Algen in irgendeiner Form verarbeitet. Außerdem gab es als Vorspeise noch eine koreanische Suppe mit Nori-Algen.

Viele Schalen mit koreanischem Essen

Wir leben aber in Europa, und wenn man einmal von einzelnen Regionen wie der Bretagne in Frankreich oder Galicien in Spanien absieht, gibt es hier keine ähnlich ausgeprägte Algenkultur in der Küche wie in Ostasien. Vor allem der Verzehr von Sushi-Algen und Wakame-Salat ist durch den Erfolg der asiatischen Küche in den letzten Jahren auch in Europa deutlich populärer geworden.

Gleichzeitig wird das Thema Jod hier deutlich sensibler diskutiert. Das ist nachvollziehbar, denn je nach Algenart können die Jodgehalte stark schwanken. Gerade deshalb empfehlen Ernährungsexperten in Deutschland einen bewussten und maßvollen Umgang mit jodreichen Algenprodukten. Auch wir bleiben bei der Empfehlung, es mit dem Verzehr von Algen nicht zu übertreiben. Für Erwachsene liegt die empfohlene Jodzufuhr aktuell bei 150 µg pro Tag, und in Deutschland gilt eine tägliche Aufnahme von bis zu 500 µg Jod für Erwachsene noch als sicher.

Nori-Snacks enthalten weniger Jod als viele erwarten

Wir haben unsere Nori-Snacks auch auf Jod überprüfen lassen. Den Labortest kann man hier herunterladen: KULAU Nori-Snack-Jod-Mikrobiologie Labortest.

Im Vergleich zu vielen anderen Algen enthalten unsere KULAU Nori-Snacks Sea Salt relativ wenig Jod, sodass man sie auch als kritischer europäischer Verbraucher gut einordnen kann. Laut der Analyse des Labors Wessling enthalten 100 Gramm Nori-Snacks rund 1 mg Jod. Eine Packung enthält jedoch nur 4 Gramm, weil die Nori-Snacks sehr dünn und leicht sind. Das bedeutet: Eine Packung enthält nur etwa 0,04 mg Jod, also 40 µg.

Legt man die aktuellen Referenzwerte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zugrunde, nach denen Erwachsene 150 µg Jod pro Tag aufnehmen sollten, dann entspricht eine Packung KULAU Nori-Snacks nur einem Teil dieser empfohlenen Tageszufuhr. Selbst die vom Bundesinstitut für Risikobewertung genannte noch sichere maximale tägliche Aufnahme von 500 µg Jod würde man rechnerisch erst mit 12,5 Packungen erreichen.

Diese Menge habe nicht einmal ich geschafft, auch wenn ich unsere Nori-Snacks wirklich sehr gern genieße. 

Da es sich bei Algen um ein Naturprodukt handelt, kann der Jodgehalt natürlich schwanken. Unsere Angaben beruhen auf einer Laboranalyse aus dem Jahr 2018. Trotzdem zeigt die Analyse gut, dass Nori-Snacks deutlich weniger Jod enthalten als viele andere Algenprodukte.

Aus unserer Sicht sind Nori-Snacks damit ein gut einordenbares Algenprodukt für den europäischen Markt.

Josefine im Herbst 2018 und aktualisiert im März 2026

Norisnack von KULAU

Nori Algensnack

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1 comment

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  1. 1
    Schneeleopard

    ich bin gerade schwanger und habe deshalb einen erhöhten Jod-Bedarf von mindestens 0,2 mg. Eigentlich hatte ich gehofft, über die Nori-Algen auf den Tagesbedarf zu kommen. Die über 4 Packungen täglich schaffe ich aber tatsächlich nicht^^. Hast du eine Idee, in welchen Algen-Snacks mehr Jod enthalten ist?

    Viele Grüße

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