Was ist dran am Hype um Laurinsäure?
12. März 2009 von coconutawoman
Laurinsäure ist eine gesättigte Fettsäure. Der Name stammt anscheinend vom Lorbeer (Laurus nobilis), dessen Früchte Laurinsäure enthalten. Reiche natürliche Quellen von Laurinsäure sind Muttermilch (5.8% des des Gesamtfettanteils), Kuhmilch (2.2%), Ziegenmilch (4.5%), Palmkernöl (8%) und natürlich Kokosnussöl (15 %).
Laurinsäure ist eine mittelkettige Fettsäure (auch MCT genannt für Medium Chain Triglyceride) die aus 8 bis 10 Kohlenstoffatomen besteht.
Was ist wirklich dran am Hype um den Gesundheitseffekt der Laurinsäure?
Zunächst einmal glauben wir von KULAU, dass es noch eine Menge Forschungspotential für Laurinsäure und den Effekt auf die Gesundheit gibt. Es wurde in den letzten Jahre weit mehr über die verschiedenen ungesättigte Fettsäuren, die zum Beispiel im Olivenöl vorhanden sind, geforscht als über die mittelkettigen Laurinsäuren des Kokosnussöl. Es gibt aber auch heute schon eine Reihe von seriösen Studie, zum Beispiel was die mikrobiellen Eigenschaften der Laurinsäure angeht:
Referenzen zu den antimikrobiellen Eigenschaften:
Fatty Acids and Derivatives as Antimicrobial Agents Antimicrobial Agents and Chemotherapy 2(l):23-28 (1972) Kabara. J.J.. Conley. A J.- Swieczkowski. D M. Ismail, I.A . Lie Ken Jie and Gunstone, F D Antimicrobial Action of Isomeric Fatty Acids on Group A Streptococcus Journal of Medicinal Chemistry 16:1060-1063 (1973).
Antimicrobial Lipids: Natural and Synthetic Fatty Acids and Monoglycerides. Kabara. J.J., Vrable, R. and Lie Ken Jie, M.S.F Lipids 12:753759 (1977).
Toxicological, Bactericidal and Fungicidal Properties of Fatty Acids and Some Derivatives Kabara, J.J. JAOCS 56:760-767
Weitere Studien bestätigen das Laurinsäure die Cholesterinwerte positiv beeinflusst. Wieder andere Studien weisen nach, dass die Laurinsäuren nicht so schnell in Körperfett umgewandelt werden wir andere ungesättigte Fettsäuren. Zu diesen und anderen wissenschaftlichen Behauptungen in den nächsten Tagen an dieser Stelle mehr.

[...] Kokosnussöl enthält zum Großteil gesättigte Fettsäuren, unter anderem auch die viel beachtete Laurinsäure. Der Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren sind die Anzahl bzw. die Anwesenheit von Doppelbindungen in der chemischen Struktur der Fettsäurekette. Kokosnussöl hat kaum ungesättigte Fettsäuren und dadurch auch kaum Doppelbindungen. Sind diese Doppelbindungen an den richtigen Stellen in der Fettsäurekette, so sind diese Fette für den Körper essentiell. Damit enthält Kokosnussöl keine essentiellen Fettsäuren hilft aber bei einem gesunden Ausgleich zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren im Köper. Für mehr Information hierzu siehe auch Blogeintrag über Laurinsäuren. [...]
[...] Kokosnussöl enthält zum Großteil gesättigte Fettsäuren, unter anderem auch die viel beachtete Laurinsäure. Der Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren ist die Anzahl bzw. die Anwesenheit von Doppelbindungen in der chemischen Struktur der Fettsäurekette. Kokosnussöl hat kaum ungesättigte Fettsäuren und dadurch auch kaum Doppelbindungen. Sind diese Doppelbindungen an den richtigen Stellen in der Fettsäurekette, so sind diese Fette für den Körper essentiell. Damit enthält Kokosnussöl keine essentiellen Fettsäuren hilft aber bei einem gesunden Ausgleich zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren im Köper. Mehr Information hierzu auch im Blogeintrag über Laurinsäuren. [...]
Ich habe eine Frage und würde mich freuen, wenn sie mir jmd beantworten könnte:
Wird die Laurinsäure beim raffinieren größtenteils entfernt? Oder enthält raffiniertes Kokosöl noch genauso viel Laurinsäure wie unraffiniertes und unbehandeltes (Bio)Kokonussöl?
danke
Hallo Rosa,
Es kommt ein wenig darauf an wie das raffinierte Kokosöl hergestellt wurde.
Einfach gebleichtest und raffiniertes Kokosöl enthält normalerweise die gleiche Menge Laurinfettsäuren wie natives Kokosnussöl.
Manchmal wird raffiniertes Kokosöl aber weiter fraktioniert. Hier werden die langkettigen Fettsäuren entfernt und es bleiben nur die mittelkettigen Fettsäuren übrig. Manchmal werden bei der Fraktionierung aber auch die mittelkettigen Laurinfettsäuren mit entfernt, da diese dann einzeln als teure Spezialprodukte z.B. an die Kosmetikindustrie weiterverkauft werden können. Raffiniertes, fraktioniertes Kokosnussöl wird in der Regel als MCT bezeichnet was für Medium Chain Triglyceride steht.
Da all diese Prozesse in industriell hergestellten Produkten normalerweise nicht gekennzeichnet werden, sollte man am besten kaltgepresstes Kokosnussöl kaufen. Dann ist man auf der sicheren Seite.
Viele Grüße aus Berlin von KULAU,
Josefine
Ich habe Probleme mit den Cholesterinwerten, habe eine Fettleber und die entsprechende Fettstoffwechselstörung.
Bin sehr unsicher mit allen Fetten. Ist Kokosnussöl für mich gut?
Kann mir jemand einen Rat geben? Herzlichen Dank Marga