{"id":6510,"date":"2017-02-16T15:31:12","date_gmt":"2017-02-16T13:31:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/?p=6510"},"modified":"2019-08-26T11:16:35","modified_gmt":"2019-08-26T09:16:35","slug":"algen-lebensmittel-der-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/algen-lebensmittel-der-zukunft","title":{"rendered":"Algen &#8211; Lebensmittel der Zukunft"},"content":{"rendered":"<p>Viele Menschen schauen uns noch immer skeptisch an, wenn wir ihnen erz\u00e4hlen, dass wir essbare Algenprodukte wie Seaweed Snacks oder die Bouillon aus Algen produzieren und vertreiben. <!--more!-->Nach dem Motto &#8220;Das kann doch unm\u00f6glich schmecken!&#8221; stellen sie nicht nur den Genuss in Frage, sondern assoziieren Algen direkt mit negativen Eigenschaften wie \u201eunerw\u00fcnscht, sch\u00e4dlich und l\u00e4stig\u201c. Man besch\u00e4ftigt sich als Otto Normalverbraucher auch nicht unbedingt intensiv mit dem Thema Alge, es sei denn der eigene Pool oder das Aquarium des Goldfischs ist damit befallen. Verst\u00e4ndlich also, dass man hierzulande erstmal abwehrend reagiert und dankend ablehnt, wenn man ein Algengericht probieren soll. Dass Algen aber eine unglaubliche N\u00e4hrstoffpower haben und noch dazu richtig lecker schmecken, soll dieser Artikel verdeutlichen.<\/p>\n<p>Erst zu Weihnachten hatte das KULAU Team ein\u00a0erstklassiges Weihnachtsdinner, bei dem jeder Gang unsere KULAU Bio-Algen enthielt: ein Obst-Gem\u00fcse-Algen-Tartar mit Kokossauce, ein Mango-Algen-Chutney,\u00a0Algenpesto, Bl\u00e4tterteigtaschen mit Ziegenk\u00e4se und Tomaten-Algen-Chutney, Algen-Cracker u. v. m. Wir schw\u00e4rmen noch heute in unseren Mittagspausen davon. Zugegeben, pure Algen sind in den wenigsten F\u00e4llen etwas, das man direkt\u00a0genie\u00dfen kann. Es bedarf etwas Zubereitungszeit und -kunst, aber ihre Inhaltsstoffe sind ph\u00e4nomenal. Es war selten\u00a0so einfach seinen K\u00f6rper mit nur einem einzigen Lebensmittel mit einer derartigen F\u00fclle an wertvollen N\u00e4hrstoffen zu versorgen.<br \/>\nDer Geschmack ist gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Ich pers\u00f6nlich pflege zu dem Thema ja zu sagen: Es ist wie mit Club Mate. Beim ersten Mal schmeckt es wie ein ausgesp\u00fclter Aschenbecher. Der Geschmack ist fremd und ungewohnt, doch nach einer Weile liebt man diese koffeinhaltigen Brause. Selbiges also bei den Algen. Sobald die Ber\u00fchrungs\u00e4ngste \u00fcberwunden sind und man den Algen eine Chance gibt, wird man mit jeder Menge wertvollen N\u00e4hrstoffen und au\u00dfergew\u00f6hnlichem Geschmack belohnt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-6514 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/mix.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/mix.jpg 850w, https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/mix-300x106.jpg 300w, https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/mix-768x271.jpg 768w, https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/mix-400x141.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 850px) 99vw, 850px\" \/><\/p>\n<p>Also, besser jetzt schon mal mit dem Geschmack anfreunden, denn Algen werden als das \u201eLebensmittel der Zukunft\u201c angesehen, leben doch bis 2050 etwa 9,7 Milliarden Menschen auf der Welt. Aufgrund von \u00dcberfischung und der immer knapper werdenden agrarischen Nutzfl\u00e4che, muss das Potenzial des Meeres genutzt werden, welches immerhin 70 % der Erdoberfl\u00e4che ausmacht. Die darin enthaltenen Algen k\u00f6nnen uns nicht nur mit\u00a0einer F\u00fclle wichtiger N\u00e4hrstoffe versorgen, sondern wachsen auch 10-30 x schneller als Landpflanzen. Abgesehen davon enthalten 70 % unserer Lebensmittel bereits Algen. Damit gemeint sind Mikroalgen (u. a. in Babynahrung enthalten und als blauer Farbstoff in Gummib\u00e4rchen und Eis genutzt) und Extrakte aus Makroalgen, sogenannte Alginate, die u. a. als Gelier- oder Verdickungsmittel dienen und sich in Zutatenauflistungen hinter den E-Nummern E 401-407 verstecken. F\u00fcr viele Veganer spielen vor allem auch Mikroalgen in Form von Pulvern oder Tabletten eine gro\u00dfe Rolle, da sie als Nahrungserg\u00e4nzungsmittel als Lieferant von Vitamin B12 und Omega-Fetts\u00e4uren dienen, die sonst haupts\u00e4chlich in tierischen Lebensmitteln enthalten sind.<\/p>\n<p><strong>Was ist der Unterschied zwischen Mikro- und Makroalgen?<\/strong><br \/>\nIm Wasser lebende Pflanzen bezeichnet man generell als Algen, doch eigentlich wird zwischen zwei Gruppen unterschieden:<br \/>\n<em>Makroalgen<\/em> \u2013 Rot-, Gr\u00fcn- und Braunalgen \u2013 sind das, was man sich klassischerweise als Meeresalgen bzw. Unterwasserpflanzen vorstellt und sind echte Pflanzen.<br \/>\n<em>Mikroalgen<\/em> \u2013 Blaualgen oder auch Blaugr\u00fcnalgen \u2013 sind keine Pflanzen, sondern Bakterien.<br \/>\nBeiden Arten gemein ist, dass sie Photosynthese betreiben (wandeln Sonnenlicht in Energie um) und somit 80-90 % des Sauerstoffs unserer Erde erzeugen. D. h. alle Gr\u00fcnpflanzen der Welt\u00a0zusammen produzieren &#8220;gerade mal&#8221; die restlichen 10-20 %.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-6528 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/nori-aufstrich.jpg\" alt=\"\" width=\"703\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/nori-aufstrich.jpg 703w, https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/nori-aufstrich-300x128.jpg 300w, https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/nori-aufstrich-400x171.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 703px) 99vw, 703px\" \/><\/p>\n<p><strong>Sind essbare Algen eigentlich gut f\u00fcr uns?<\/strong><br \/>\nWas die Asiaten und viele Europ\u00e4er, die an der K\u00fcste leben (Irl\u00e4nder, Norweger, Franzosen, Spanier, etc.) wissen es schon viel l\u00e4nger: Meeresalgen sind ein echtes Superfood.\u00a0 Einige Experten sind sogar der Meinung, dass die Brustkrebsrate bei Frauen in Japan deswegen so niedrig ist, weil Algen dort zur t\u00e4glichen Ern\u00e4hrung geh\u00f6ren. Aber das ist nur eine Vermutung. Die niedrigere Krebsrate kann aber nat\u00fcrlich auch an der vollwertigen Japanischen Kost liegen mit hohem Gem\u00fcseanteil.\u00a0 Algen weisen auf jeden Fall einen hohen Jodgehalt auf. Der jodgehalt schwankt von Alge zu Alge und von den <a href=\"https:\/\/kulau.de\/bio-algenprodukte\/algensnacks\/\">KULAU Norisnacks<\/a> z.B. kann man sogar relativ viel essen ohne an von der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr En\u00e4hrung (DGE) empfohlene Grenzen zu sto\u00dfen.\u00a0 Die richtige Dosierung sollte mit dem Hausarzt besprochen werden, die DGE empfehlt aber generell nicht mehr als 200 \u00b5g (= 0,2 mg) am Tag zu sich zu nehmen. .Jod ist unter anderem essentiell f\u00fcr die Hormonbildung in der Schilddr\u00fcse, aber auch f\u00fcr eine reibungslose Funktion der Brustdr\u00fcsen, vor allem w\u00e4hrend einer Schwangerschaft. Laut der WHO (Weltgesundheitsorganisation) leiden die meisten Menschen in Deutschland \u00fcbrigens an Jodmangel, dessen Folge im schlimmsten Fall eine Schilddr\u00fcsenunterfunktion sein kann. Meeresalgen k\u00f6nnten hier unterst\u00fctzend bei der Jodversorgung wirken, allerdings ist der Jodgehalt f\u00fcr europ\u00e4ische Verh\u00e4ltnisse extrem hoch, weshalb viele Algen nur in Ma\u00dfen genossen werden sollten.<br \/>\nDoch nicht nur von innen wirken die Meerespflanzen: Algenmasken und -cremes eignen sich \u00fcbrigens auch hervorragend zur Pflege der Haut in Form von Algencremes oder z.B. auch Algenpeelings.<\/p>\n<p><strong>Nehmen Algen nicht auch genauso die sch\u00e4dlichen Stoffe des Meeres auf?<\/strong><br \/>\nEiner der Gr\u00fcnde, dass das Meeresgem\u00fcse eine so gro\u00dfe Quelle an N\u00e4hrstoffen ist, ist ihre Absorptionsf\u00e4higkeit (= Stoffe aufnehmen und umwandeln). Neben N\u00e4hrstoffen k\u00f6nnen Algen auch Toxine und Schwermetalle aus ihrer Umwelt binden und diese dann nachhaltig abbauen. Sie reinigen somit das Meer.<br \/>\nUm zu verhindern, dass man diese sch\u00e4dlichen Stoffe nicht dem eigenen K\u00f6rper zuf\u00fcgt, ist es ratsam nur Algen aus biologischem Anbau zu verzehren und aus sauberen Meeren. Die KULAU Bio-Algen f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/kulau.de\/bio-algenprodukte\/algenbouillon\/\">Algenbouillon<\/a> wachsen in einem Wasserschutzgebiet, welches von Schiffen nicht durchquerbar ist und durchlaufen zahlreiche Qualit\u00e4tskontrollen, um auszuschlie\u00dfen, dass sich Schadstoffe in den Produkten befinden. Diese Qualit\u00e4tskontrollen sind keine Vorschrift, denn es gibt bis dato keine Grenzwerte f\u00fcr erlaubte enthaltene Schwermetalle in Algen, weder f\u00fcr den Bio-, noch den konventionellen Handel. Wir legen trotzdem viel Wert auf diese Kontrollen und m\u00f6chten eine hohe Qualit\u00e4t gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p><strong>Tipps zum Verzehr der Algen<\/strong><br \/>\nUm von den vielen Vorteilen der Meerespflanzen zu profitieren, ist es nicht n\u00f6tig gro\u00dfe Mengen davon zu sich zu nehmen und sie zum Mittelpunkt eines jeden Gerichts zu machen. Viel ratsamer ist es sie in kleinen Dosen in seine Rezepte zu integrieren und den Speiseplan mit einer regul\u00e4ren Dosis Alge zu bereichern. Ob das als Seaweed Snack Topping f\u00fcr einen Salat ( die KULAU Norisnacks), Grundlage f\u00fcr einen Eintopf (<a href=\"https:\/\/kulau.de\/bio-algenprodukte\/algenbouillon\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">KULAU Bio-Algenbouillon<\/a>), besondere W\u00fcrze f\u00fcr den Reis (<a href=\"https:\/\/kulau.de\/bio-algenprodukte\/algensalz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">KULAU Bio-Algensalz<\/a>) oder besonderer Snack zwischendurch (<a href=\"https:\/\/kulau.de\/bio-algenprodukte\/algensnacks\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">KULAU Bio-Nori-Snack<\/a>) ist. Dieser Fakt d\u00fcrfte es Algenneulingen auch erleichtern sich mit den essbaren Algen vertraut zu machen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-6523 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/mix2.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/mix2.jpg 850w, https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/mix2-300x106.jpg 300w, https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/mix2-768x271.jpg 768w, https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/mix2-400x141.jpg 400w\" sizes=\"(max-width: 850px) 99vw, 850px\" \/><\/p>\n<p>Wir f\u00fcr unseren Teil versuchen stetig unser Algen-Wissen und -Rezeptrepertoire zu erweitern und arbeiten zu diesem Zweck auch mit Ern\u00e4hrungsexperten wie Boris Lauser und Niko Rittenau zusammen, die sich als bekennende Fans der Meerespflanzen\u00a0ausgesprochen haben.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">Quellen<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">Bird, Fions, <em>Seaweed in the kitchen<\/em>. 2015<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">McKenna, Sally,\u00a0<em>Extreme Greens &#8211; Understanding seaweeds<\/em>, 2013<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">Ullmann, J\u00f6rg; Knufmann, Kristin, <em>Algen &#8211; Das gesunde Gem\u00fcse aus dem Meer<\/em>, 2016<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Menschen schauen uns noch immer skeptisch an, wenn wir ihnen erz\u00e4hlen, dass wir essbare Algenprodukte wie Seaweed Snacks oder die Bouillon aus Algen produzieren und vertreiben.<\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":6527,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_mi_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","enabled":false}}},"categories":[457,1,274,439],"tags":[],"jetpack_publicize_connections":[],"aioseo_notices":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/beitragsbild.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p6ToLD-1H0","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6510"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6510"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6510\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10206,"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6510\/revisions\/10206"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6527"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6510"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6510"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6510"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}