{"id":410,"date":"2010-07-02T15:30:52","date_gmt":"2010-07-02T13:30:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kokosnussblog.de\/?p=410"},"modified":"2019-08-26T21:52:54","modified_gmt":"2019-08-26T19:52:54","slug":"monokultur-oder-mischkultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/monokultur-oder-mischkultur","title":{"rendered":"Monokultur oder Mischkultur? Die Folgen des Anbaus in Monokulturen in Regenwaldgebieten"},"content":{"rendered":"<p>Die meisten Anbaugebiete der industriellen Landwirtschaft, die Nutzpflanzen f\u00fcr den direkten Verzehr oder die industrielle Weiterverarbeitung anbauen, werden in Monokulturen angebaut. Das hei\u00dft, dass in einem Anbaugebiet lediglich eine Sorte einer Nutzpflanze vorkommt.<\/p>\n<p><!--more!--> Der Gro\u00dfteil der industriellen Landwirtschaft weltweit besteht aus solchen Monokulturen. Wirtschaftlich betrachtet, macht das auch durchaus Sinn. Werden Pflanzen in Monokulturen, statt in Mischkulturen angebaut, sind diese viel leichter zu s\u00e4en, zu pflegen und zu ernten. Dies macht Monokulturen sehr profitabel und die daraus entstehenden Produkte f\u00fcr die Endkunden weitaus g\u00fcnstiger.<\/p>\n<p>Da jedoch der Anbau von Monokulturen nicht dem nat\u00fcrlichen Vorkommen von Flora und Fauna entspricht, wirkt sich dies negativ auf die Umwelt aus. Der Anbau in Monokulturen entzieht den B\u00f6den einseitig N\u00e4hrstoffe und verhindert eine nat\u00fcrliche Abwehr der Pflanzen gegen Krankheiten und Ungeziefer. Dadurch wird der Einsatz von D\u00fcngemitteln und Pestiziden notwendig.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/kokospalmen-monokultur1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-3753\" src=\"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/kokospalmen-monokultur1.jpg\" alt=\"kokospalmen-monokultur\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/kokospalmen-monokultur1.jpg 800w, https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/kokospalmen-monokultur1-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 99vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wegen dieser Folgen ger\u00e4t die Palm\u00f6lindustrie immer wieder in scharfe Kritik. Schon allein der Anbau von Monokulturen sch\u00e4digt die Umwelt, da nat\u00fcrliche Lebensr\u00e4ume zerst\u00f6rt werden. Passiert dies dazu noch auf brandgerodetem Regenwaldboden kann man durchaus die Frage stellen, warum Palm\u00f6l als sogenannter nachhaltiger Rohstoff beworben wird.<\/p>\n<h3>Zum Anbau von \u00d6lpalmen<\/h3>\n<p>Da Palmen tropisches Klima bevorzugen, werden diese in Regenwaldgebieten oder schlimmstenfalls sogar auf gerodetem Regenwaldboden angebaut. So werden f\u00fcr die Herstellung von Palm\u00f6l zunehmend Regenwaldgebiete brandgerodet, um Monokulturen von \u00d6lpalmen anzubauen.<\/p>\n<p>Palm\u00f6l wird vor allem f\u00fcr die Lebensmittelindustrie, Kosmetik und als Bio-Treibstoffe verwendet. Palm\u00f6l ist f\u00fcr die Industrie interessant, da es relativ g\u00fcnstig ist und zudem noch als nachhaltiger Rohstoff beworben werden kann. Jedoch hat der Anbau von \u00d6lpalmen auf brandgerodetem Regenwaldboden mit Nachhaltigkeit \u00fcberhaupt nichts gemein.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst wird bei der Brandrodung wertvoller Regenwald unwiderruflich zerst\u00f6rt und dabei sehr viel des Treibstoffgases CO\u2082 freigesetzt. Dabei wird bereits ein Vielfaches mehr an CO\u2082 ausgesto\u00dfen, als durch den sogenannten Bio-Treibstoff Palm\u00f6l an CO\u2082 eingespart werden kann. Au\u00dferdem muss der n\u00e4hrstoffarme tropische Boden mit viel Kunstd\u00fcnger und Pestiziden bearbeitet werden.<\/p>\n<p>Die hohen Regenf\u00e4lle in den Tropen schwemmen diese chemischen Stoffe in das Grundwasser und verunreinigen somit die umliegenden \u00d6kosysteme, von denen die Landbev\u00f6lkerung stark abh\u00e4ngig ist. Der Lebensraum f\u00fcr viele Tiere in den Tropen wird durch die Brandrodung und den Anbau von gro\u00dffl\u00e4chigen Monokulturen zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"padding-top: 20px; padding-bottom: 20px;\" title=\"Kokospalmen in Monokultur\" src=\"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/kokospalmen-monokultur.jpg\" alt=\"Kokospalmen in Monokultur\" width=\"100%\" height=\"auto\" \/><br \/>\n<em>Kokospalmen in monokulturellem Anbau<br \/>\n(Quelle: Raqueltex @ stock.xchng)<\/em><\/p>\n<p>Das wohl bekannteste Beispiel ist die Bedrohung der Orang-Utan-Best\u00e4nde. F\u00fcr die Orang-Utans gibt es langfristig kaum noch eine Aussicht auf den nat\u00fcrlichen Erhalt ihrer Art, wenn sich diese Anbauma\u00dfnahmen in den Regenwaldgebieten in aktuellem Ma\u00dfe fortsetzen.<\/p>\n<p>Daran ist zum gro\u00dfen Teil die Palm\u00f6lindustrie schuld, die vor allem in den Lebensr\u00e4umen der Orang-Utans Palm\u00f6lplantagen anbauen. Die Regenw\u00e4lder Borneos und insbesondere Indonesiens und Malaysias, die einst die gr\u00f6\u00dften zusammenh\u00e4ngenden Regenwaldgebiete waren, wurden durch Brandrodung stark minimiert. F\u00e4hrt man durch die Gebiete, erfreut man sich zun\u00e4chst einer gr\u00fcnen saftigen Umgebung.<\/p>\n<p>Auf den zweiten Blick erkennt man schnell die in Reih und Glied stehenden \u00d6lpalmen, die dort wachsen, wo man eigentlich artenreichen Regenwald erwartet. Zunehmend entstehen f\u00fcr Orang-Utans in diesen Gebieten sogenannten Aufzuchtstationen. In diese werden Orang-Utans gebracht, die in ihrem nat\u00fcrlichen Lebensraum bedroht sind und umgesiedelt werden sollen. Diese Einrichtungen und andere Organisationen versuchen verzweifelt den Regenwald zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/kokospalmen-mischkultur1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2903\" src=\"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/kokospalmen-mischkultur1.jpg\" alt=\"kokospalmen-mischkultur\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/kokospalmen-mischkultur1.jpg 800w, https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/kokospalmen-mischkultur1-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 99vw, 800px\" \/><\/a><br \/>\n<em>Plantage f\u00fcr KULAU Kokos\u00f6l &#8211; Kokospalmen in Mischkultur<\/em><\/p>\n<p>Es wird zwar auch \u00fcber die Organisation RSPO (Roundtable of Sustainable Palmoil) versucht der Palm\u00f6lindustrie ein positives Gesicht zu geben, jedoch sind die Auflagen und deren Umsetzung ungen\u00fcgend, um von einem nachhaltigem Anbau zu sprechen.<\/p>\n<p>Eine <a href=\"http:\/\/news.stanford.edu\/news\/2010\/january18\/birddrop-palm-trees-012110.html\" class=\"broken_link\">interessante Studie<\/a>\u00a0aus Stanford hat zudem gezeigt, dass dort, wo nur Kokospalmen angebaut werden, keine anderen Pflanzen wachsen, da V\u00f6gel sich nicht gern auf Kokospalmen niederlassen und so dort signifikant weniger Kot hinterlassen, der N\u00e4hrstoffe enth\u00e4lt. Somit wird der Boden nicht befruchtet und es werden ihm keine N\u00e4hrstoffe von au\u00dfen zugef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Aus den geschilderten Gr\u00fcnden ist es uns besonders wichtig, dass unsere KULAU Kokosnussprodukte nicht in Monokulturen angebaut werden. Unsere Bioprodukte stammen ausschlie\u00dflich aus Mischkulturen, die einer nat\u00fcrlichen Zusammensetzung der Flora und Fauna im Regenwald entsprechen. Unser Kokoswasser stammt aus den Philippinen, unser Kokos\u00f6l aus Sri Lanka und aus den Philippinen und unser Kokoszucker aus Indonesien. Damit versuchen wir den Anbau unserer Kokosn\u00fcsse so nat\u00fcrlich wie m\u00f6glich zu gestalten. Es werden keine chemischen D\u00fcngemittel und Pestizide verwendet und so bleibt die Umwelt weitgehend im Gleichgewicht.<\/p>\n<div id=\"attachment_8278\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/kulau.de\/bio-kokosprodukte\/kokoswasser\/\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-8278\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-8278 size-medium\" src=\"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/12xkulau-bio-kokoswasser_pure-1-liter-300x296.jpg\" alt=\"Kokoswasser, bio, zuckerfrei von KULAU\" width=\"300\" height=\"296\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8278\" class=\"wp-caption-text\"><a href=\"https:\/\/kulau.de\/bio-kokosprodukte\/kokoswasser\/\">KULAU Kokoswasser bio und ohne Zucker<\/a><\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die meisten Anbaugebiete der industriellen Landwirtschaft, die Nutzpflanzen f\u00fcr den direkten Verzehr oder die industrielle Weiterverarbeitung anbauen, werden in Monokulturen angebaut. Das hei\u00dft, dass in einem Anbaugebiet lediglich eine Sorte einer Nutzpflanze vorkommt.<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":3899,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_mi_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"_uf_show_specific_survey":0,"_uf_disable_surveys":false,"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","enabled":false}}},"categories":[421,419],"tags":[206,207,205],"jetpack_publicize_connections":[],"aioseo_notices":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/mischkultur-jungle.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p6ToLD-6C","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/410"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=410"}],"version-history":[{"count":33,"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/410\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10314,"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/410\/revisions\/10314"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3899"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=410"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=410"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kokosnussblog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=410"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}