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Die meisten Anbaugebiete der industriellen Landwirtschaft, die Nutzpflanzen für den direkten Verzehr oder die industrielle Weiterverarbeitung anbauen, werden in Monokulturen angebaut. Das heißt, dass in einem Anbaugebiet lediglich eine Sorte einer Nutzpflanze vorkommt. Der Großteil der industriellen Landwirtschaft weltweit besteht aus solchen Monokulturen. Wirtschaftlich betrachtet, macht das auch durchaus Sinn. Werden Pflanzen in Monokulturen, statt in Mischkulturen angebaut, sind diese viel leichter zu säen, zu pflegen und zu ernten. Dies macht Monokulturen sehr profitabel und die daraus entstehenden Produkte für die Endkunden weitaus günstiger. Da jedoch der Anbau von Monokulturen nicht dem natürlichen Vorkommen von Flora und Fauna entspricht, wirkt sich dies negativ auf die Umwelt aus. Der Anbau in Monokulturen entzieht den Böden einseitig Nährstoffe und verhindert eine natürliche Abwehr der Pflanzen gegen Krankheiten und Ungeziefer. Dadurch wird der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden notwendig.

Wegen dieser Folgen gerät die Palmölindustrie immer wieder in scharfe Kritik. Schon allein der Anbau von Monokulturen schädigt die Umwelt, da natürliche Lebensräume zerstört werden. Passiert dies dazu noch auf brandgerodetem Regenwaldboden kann man durchaus die Frage stellen, warum Palmöl als sogenannter nachhaltiger Rohstoff beworben wird.

Kurz zum Anbau von Ölpalmen:

Da Palmen tropisches Klima bevorzugen, werden diese in Regenwaldgebieten, oder schlimmstenfalls sogar auf gerodetem Regenwaldboden angebaut. So werden für die Herstellung von Palmöl zunehmend Regewaldgebiete brandgerodet, um Monokulturen von Ölpalmen anzubauen. Palmöl wird vor allem für die Lebensmittelindustrie, Kosmetik und als Bio-Treibstoffe verwendet. Palmöl ist für die Industrie interessant, da es relativ günstig ist und zudem noch als nachhaltiger Rohstoff beworben werden kann. Jedoch hat der Anbau von Ölpalmen auf brandgerodetem Regenwaldboden mit Nachhaltigkeit überhaupt nichts gemein. Zunächst wird bei der Brandrodung wertvoller Regenwald unwiderruflich zerstört und dabei sehr viel des Treibstoffgases CO2 freigesetzt. Dabei wird bereits ein Vielfaches mehr an CO2 ausgestoßen als durch den sogenannten Bio-Treibstoff Palmöl an CO2 eingespart werden kann. Außerdem muss der nährstoffarme tropische Boden mit viel Kunstdünger und Pestiziden bearbeitet werden. Die hohen Regefälle in den Tropen schwemmen diese chemischen Stoffe in das Grundwasser und verunreinigen somit die umliegenden Ökosysteme, von denen die Landbevölkerung stark abhängig ist. Der Lebensraum für viele Tiere in den Tropen wird durch die Brandrodung und den Anbau von großflächigen Monokulturen zerstört.

Kokospalmen in Monokultur
Kokospalmen in Monokulturellem Anbau (Quelle: Raqueltex @ stock.xchng)

Das wohl bekannteste Beispiel ist die Bedrohung der Orang-Utan Bestände. Für die Orang-Utans gibt es langfristig kaum noch eine Aussicht auf den natürlichen Erhalt ihrer Art, wenn sich diese Anbaumaßnahmen in den Regenwaldgebieten in aktuellem Maße fortsetzen. Daran ist zum großen Teil die Palmölindustrie schuld, die vor allem in den Lebensräumen der Orang-Utans Palmölplantagen anbauen. Die Regenwälder Borneos und insbesondere Indonesiens und Malaysias, die einst die größten zusammenhängenden Regenwaldgebiete waren, wurden durch Brandrodung stark minimiert. Fährt man durch die Gebiete, erfreut man sich zunächst einer grünen saftigen Umgebung. Auf den zweiten Blick erkennt man schnell die in Reih und Glied stehenden Ölpalmen, die dort wachsen, wo man eigentlich  artenreichen Regenwald erwartet. Zunehmend entstehen für Orang-Utans in diesen Gebieten sogenannten Aufzuchtstationen. In diese werden Orang-Utans gebracht, die in ihrem natürlichen Lebensraum bedroht sind und umgesiedelt werden sollen. Diese Einrichtungen und andere Organisationen versuchen verzweifelt den Regenwald zu schützen.

Es wird zwar auch über die Organisation RSPO (Roundtable of Sustainable Palmoil) versucht der Palmölindustrie ein positives Gesicht zu geben, jedoch sind die Auflagen und deren Umsetzung ungenügend, um von einem nachhaltigem Anbau zu sprechen.

Eine interessante Studie hat zudem gezeigt, dass dort wo nur Kokospalmen angebaut werden keine anderen Pflanzen wachsen, da Vögel sich nicht gern auf Kokospalmen niederlassen und so dort signifikant weniger Kot hinterlassen, der Nährstoffe enthält. Somit wird der Boden nicht befruchtet und es werden ihm keine Nährstoffe von außen zugeführt.

Aus den geschilderten Gründen ist es uns besonders wichtig, dass unsere KULAU Kokosnussprodukte nicht in Monokulturen angebaut werden. Unsere Bioprodukte stammen ausschließlich aus Mischkulturen, die einer natürlichen Zusammensetzung der Flora und Fauna im Regenwald entsprechen. Damit versuchen wir den Anbau unserer Kokosnüsse so natürlich wie möglich zu gestalten. Es werden keine chemischen Düngemittel und Pestizide verwendet und so bleibt die Umwelt im Gleichgewicht.

Kokospalmen in Mischkultur
Die Plantage für KULAU Kokosöl - Kokospalmen in Mischkultur

Wir werden immer wieder gefragt, ob raffiniertes Kokosöl auch die als besonders gesund geltenden Laurinfettsäuren enthält. Dabei kommt es ein wenig darauf an wie das raffinierte Kokosöl hergestellt wurde.
Einfach gebleichtest und raffiniertes Kokosöl enthält normalerweise die gleiche Menge Laurinfettsäuren wie natives kaltgepresstes Kokosnussöl.
Manchmal wird raffiniertes Kokosöl aber weiter verarbeitet und unter anderem fraktioniert. Bei der Fraktionierung werden die langkettigen Fettsäuren entfernt so dass nur die mittelkettigen Fettsäuren übrig bleiben (die MCTs, was für Medium Chain Triglyceride steht). Manchmal werden bei der Fraktionierung aber auch die Laurinfettsäuren mit entfernt, die auch zu den mittelkettigen Fettsäuren zählen. Da die Fangemeinde für Laurinfettsäuren wächst, können diese dann getrennt  z.B. an die Kosmetikindustrie weiterverkauft werden.

Da all diese Prozesse in industriell hergestellten Produkten normalerweise nicht gekennzeichnet werden, sollte man am besten kaltgepresstes Kokosnussöl kaufen. Dann ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Vor allem durch Berichterstattungen zur Herstellung von Speiseeis und dem sogenannten Analogkäse wurde das Kokosöl in schlechtes Licht gerückt. Dabei ist industriell verwendetes Kokosfett, wie es in Speiseeis und Analogkäse verwendet wird, etwas völlig anderes als hochwertiges, kaltgepresstes Kokosöl. „Kokosfett” wird meist als ein hydrogeniertes (gehärtetes) Fett verstanden, dagegen wird „Kokosöl” meistens durch Kaltpressung gewonnen und, je nach Qualität, während des gesamten Herstellungsprozesses keinen hohen Temperaturen ausgesetzt. Dieser Unterschied zeigt sich schließlich in der Struktur der Fettsäuren.  Bei der Härtung von pflanzlichen Ölen verändert sich die Fettstruktur so, dass sich aus der natürlichen Form der Fettsäuren sogenannte Transfettsäuren bilden. Durch das starke Erhitzen der Fette geht die natürliche Krümmung der Fettsäuren verloren und es entstehen Transfettsäuren. Diese haben zwar die gleiche Zusammensetzung wie die natürlichen Fettsäuren, liegen jedoch nach der Härtung in einer geraden anstatt der gekrümmten chemischen Form vor.

Wir können diese Transfettsäuren nur schlecht verarbeiten, da sie unserem Körper unbekannt sind und die Fette nicht gut verdaut werden können. Wie Studien belegen, erhöhen Transfettsäuren bei vermehrter Aufnahme das LDL-Cholesterin (sog. „schlechtes” Cholesterin) und senken das HDL-Cholesterin (sog. „gutes” Cholesterin), wodurch das Herzinfarktrisiko um bis zu 53 % gesteigert wird. Es wurde ebenfalls gezeigt, dass das Auftreten von Diabetes begünstigt werden kann, da die roten Blutkörperchen bei der vermehrten Aufnahme von Transfettsäuren das Insulin nicht mehr so gut an sich binden können. Untersuchungen an Affen belegen, dass die Transfettsäuren dick machen. Wer genauso viel Fett zu sich nimmt wie jemand anderes, dabei aber der Anteil an Transfettsäuren höher ist, wird nachweislich dicker. Aus diesen Gründen ist verständlich, dass sich Verbraucherschützer dafür stark machen, keine gehärteten pflanzlichen Fette (bspw. Kokosfett), die Transfettsäuren enthalten, zum Beispiel für die Herstellung von Käseimitaten oder Speiseeis zu verwenden. In Dänemark und den USA gibt es mittlerweile konkrete Gesetze, die die Kennzeichnungspflichten und Verbote für den Einsatz in der Gastronomie für die Transfettsäuren regeln. Auch in der EU wird dies zurzeit diskutiert.

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Da uns als Kokosfans speziell die Varietät der Kokosnuss interessiert, möchten wir einige interessante Sorten vorstellen. Wie alle Kokosnussexperten bereits wissen, kann man die Nüsse generell natürlich nach ihrem Reifegrad unterscheiden. Sehr beliebt sind die unreifen Nüsse, speziell diese aus Thailand, da sich die junge grüne Trinkkokosnuss durch ihr leckeres, besonders süßes Kokosnusswasser und ihr schmackhaftes gelleeartiges Fruchtfleisch auszeichnet. Alle kennen natürlich die herkömmliche reife Kokosnuss, die wir oft im Supermarkt finden. Darüber hinaus gibt es die überreife gekeimte Nuss, bei der sich das Kokoswasser zu einem festen weißlichen Kern gebildet hat.

junge, grüne Kokosnuss mit geelartigem Fruchtfleisch:

junge grüne Kokosnuss

junge grüne Kokosnuss

Interessant sind vor allem speziell ausgeprägte Kokosnüsse, die durch genetische Mutationen entstehen. Bekannt ist die philippinische Makapuno, die im Inneren fast vollständig mit Fruchtfleisch ausgefüllt ist, also kein Kokoswasser mehr enthält. Das Fleisch der Nuss ist nicht fest wie bei der handelsüblichen Kokosnuss. Es kann gelöffelt werden und gilt als Delikatesse. Wegen ihrer weichen Konsistenz wird sie auch Butterkokosnuss genannt, die ab einem gewissen Reifegrad einen strengen Geschmack bildet und sich leicht rötlich verfärbt. Die Makapuno kann man äußerlich nicht von anderen Nüssen unterscheiden und sie kommen unregelmäßig und äußerst selten vor. Die Nüsse selber bilden streng genommen keine eigene Sorte, da sie auf verschiedenen Typica Palmen wachsen und lediglich Mutationen darstellen. Wegen ihrer großen Menge an Fruchtfleisch sind die Nüsse natürlich sehr beliebt, jedoch kann man keine „Makapuno Palmen“ Pflanzen, da die Nüsse nicht keimen können.

Eine andere interessante Mutation ist die Kopyor, dessen Fruchtfleisch sich im Wasser der Kokosnuss auflöst und somit eine flockig, milchige „Suppe“ im Inneren der Nuss bildet.
Eine andere Unterscheidung der Kokosnüsse kann durch ihre äußere Form vorgenommen werden. Es gibt relativ runde, die sogenannte Zuchtform niu vai. Diese Zuchtform ist aus Jahrhundert langer Selektion bestimmter Früchte und deren Kultivierung durch den Menschen entstanden. Demgegenüber steht die Wildfrucht, niu kafa, die eine längliche eher kantige Form mit einer dickeren Faserhülle als die Zuchtform aufweist.

Die wohl interessanteste Kokosnuss unter allen ist die Lodoicea maldivica, die mit einer Größe von 30-50 cm und einem Gewicht von 10–22 kg die größten Samen der gesamten Pflanzenwelt bildet. Ihren Namen hat sie dem Irrtum zu verdanken auf den Malediven zu wachsen. Ihre Herkunft sind jedoch die Seychellen, wo sie nur auf einer einzigen Insel vorkommen, da ihre Samen nicht schwimmfähig sind und sich somit nicht verbreiten können. Diese außergewöhnliche Kokospalme wächst nur sehr langsam und blüht erst nach 30-60 Jahren, zudem braucht der Samen 6-7 Jahre bis er keimt. Eine weitere Besonderheit der Seychellennuss ist ihre ungewöhnliche Form (siehe Bild unten). Sie erinnert an ein Gesäß und ist wegen der erotischen Form als Skulptur sehr begehrt. Dies und ihre geringe Ausbreitung machen die Nuss zu der wohl exklusivsten ihrer Art, für die immense Preise gezahlt werden und schon vor Jahrhunderten von Königen heiß begehrt war.

Coco de mer, die wohl erotischste Kokosnuss:

Coco de mer

(Bild von Wikimedia)

Auf den ersten Blick könnte man denken es gibt nur die eine Kokosnuss. Sie ist braun, hat eine faserige Oberfläche mit harter Schale und weißem, festem Fruchtfleisch. Weit gefehlt: Kokosnüsse kann man zunächst nach Farbe, Form, Größe, Reifezeit, Gehalt an Kokosnussfleisch, Höhe und Ertragsfähigkeit der Palme unterscheiden. Bei den vielen Möglichkeiten Unterschiede der Palmen und Früchte zu machen, erkennt man schnell, dass es eben nicht nur die eine Kokosnuss gibt.
Zunächst kann man die Kokosnusspalme, coco nucifera, in die hochwachsenden Typica und zwergwüchsigen Nana Palmen unterscheiden. Diese werden dann oftmals nach ihrer regionalen Herkunft weiter untergliedert, z.B. Jamaica Tall, Indian Tall oder Malayan Dwarf. Die Typica-Palmen können bis zu 30 m hoch wachsen und ihre Früchte werden größer als die der zwergwüchsigen Nana. Zu den Typica Palmen zählen unter anderem die Sorten: Andama Giant, Jamaica Tall, Bay Bay und Kappadam. Die zwergwüchsigen Nana Kokosnusspalmen (u.a.: Malayan Dwarf, Pilipog) werden maximal 12 m hoch, tragen aber schon weitaus früher Früchte als die Typica-Palmen, die zwar etwas kleiner, aber als Trinkkokosnüsse sehr beliebt sind. Die beiden Sorten Nana und Typica kann man darüber hinaus durch ihre Fortpflanzungsart unterscheiden. Während die Zwergwüchsigen sich mittels Selbstbefruchtung fortpflanzen, ist dies bei der hochwachsenden Palme nicht möglich. Zwar befinden sich auf einer Typica Palme auch männliche und weibliche Blüten, jedoch blühen diese nie zur gleichen Zeit, weshalb eine Befruchtung durch Wind oder Insekten erfolgt.
Daneben gibt es hybride Palmenarten, die sich durch Kreuzungen ergeben. Eine von diesen ist die berühmte King Coconut aus Sri Lanka, über die wir hier bereits berichtet haben. Insgesamt hat der französische Botaniker R. Bourdeix hat 34 Sorten von Kokosnusspalmen klassifiziert, darunter 14 Typica Kokospalmen, 13 Zwergkokospalmen und 7 Hybride. Durch die Möglichkeit der Selektion und Kreuzung gibt es heute spezielle Palmenarten, die besonders ertragsfähig und resistent gegen Krankheiten sind oder sogar Taifunen standhalten.

Cocos nucifera

Schon bald wird mehr berichtet über die Varietät der Kokosnuss…

Junge Kokosnüsse sind in unseren Breitengraden vor allem bekannt für ihr köstliches, kalorienarmes und gesundes Kokoswasser. Doch auch das noch dünne zarte geleeartige Kokosnussfleisch wird zunehmend geschätzt.
Im traditionellen Thailand ist junges Kokosfleisch sogar oft die erste feste Nahrung, die ein Baby von einem buddhistischen Priester bekommt. Das liegt vor allem daran, daß Kokosnüssen im Buddhismus eine Reihe von mythischen Kräften nachgesagt werden. Aber das junge Kokosnussfleisch, oft auch Cocojelly genannt, ist auch aus kulinarischer und ernährungphysiologischer Sicht nicht zu verachten.
Im Gegensatz zum Fleisch der reifen Kokosnuss ist es nur ca. 0,1 bis 0,5 mm dick und noch weich in der Konsistenz, so dass man das Kokosfleisch auslöffeln kann. Junges Kokosfleisch riecht und schmeckt dezenter nach Kokosnuss und hat wesentlich weniger Kalorien als das Fleich der reifen Kokosnuss. Das Fleisch einer frischen, jungen Kokosnuss enthält etwa 77 Kalorien im Vergleich zu stolzen 389 Kalorien der reifen Nuss. Eine junge Kokosnuss mit Wasser und Fleisch enthält übrigens nur ca. 140 Kalorien. Man muß dazu sagen, dass die Kalorienangaben wie bei jedem Naturprodukt von Sorte zu Sorte und Region zu Region abweichen. Das junge Fleisch ist zwar etwas süßer als reifes Kokosnussfleisch, enthält aber viel weniger Fett und etwas weniger Eiweiss . Für die Zahlenliebhaber: 100g ca.10g Fett, 15 g Eiweiss und 40 g Kohlenhydrate. Auch an Mineralstoffen ist das junge Kokosfleisch reich und erfreut neben Kalzium (50mg/100g) und Phosphor (350mg/100g) vor allem Sportler mit einem herausragend hohen Anteil des Sportminerals Kaliums: 1g pro 100g.

Das junge Kokosfleisch schmeckt auch sehr gut als Eiscreme und wird von Rohkostliebhabern auch gerne zu innovativen köstlichen Rohnudeln oder wunderbaren Desserts verarbeitet, z.B. vom Berliner Raw Food Chef Boris Lauser.

Madonna hat 1,5 Millionen US$ in eine Amerikanische Kokosnusswasserfirma investiert. Madonna trinkt Kokoswasser schon seit längerem jeden Tag, weil sie von den gesundheitlichen Vorteilen überzeugt ist. Ihr finanzielles Engagement ist deshalb zum einen auf den Glauben in diese positiven Wirkungen zurückzuführen. Zum anderen möchte sie aber auch die Unabhängigkeit des kleinen US-Unternehmens unterstützen, welches in den letzten Monaten verschiedene Angebote, unter anderem von Coca Cola und Pepsi abgelehnt hatte.

Außer Madonna investierten übrigens auch Demi Moore, Anthony Kiedis von den Red Hot Chili Peppers sowie Matthew McConaughey in Kokoswasser. In den USA ist das Getränk längst in aller Munde. In Deutschland und Europa wartet es noch auf den großen Durchbruch.

Die Kokoskrake

Eine Krake aus dem pazifischen Ozean, eigentich ein recht scheues kleines Tier, ist im Internet blitzartig  berühmt geworden. In einem Video des australischen Forschers Dr. Julian Finn, welches sich über Twitter zur Zeit wie ein Lauffeuer verbreitet, sieht man eine Krake, die eine Kokosnuss als Schutzbehausung verwendet.

Außerdem erweist sich der kleine Oktopus als wahrer Kokosnussdieb, der eine Kokosnuss mithilfe ihrer Tentakel auch wegzutragen in der Lage ist. Das sieht so lustig aus, dass Finn beim Unterwasserfilmen wohl lauthals lachen musste. Aber seht selbst:

Mehr Information hierzu gibt’s hier auf wissenschaft-online.de und der englischsprachigen Artikel des Forscherteams in der Fachzeitschrift Current Biology (mit weiteren Bildern) ist auch sehr interessant. Natürlich machen sich auch schon die ersten Internet-Scherzbolde einen Spaß aus dem tolpatschigen kleinen Kerl, wie z.B. dieses Blog, Can I Has Coconuts?.

Kokosnusssicherheitsbeauftragter

In einem amüsanten Kurzartikel im Reiseteil ihrer Onlineausgabe hat die BILD ungewöhnliche Hoteljobs profiliert. Mit dabei: der “Kokosnusssicherheitsbeauftragte” (Coconut Security Engineer), der im Ritz Carlton auf St. Thomas, eine der amerikanischen Jungferninseln in der Karibik, die Gäste vor Verletzungen durch fallende Kokosnüsse bewahren soll.

Wenn das stimmt, wäre das doch bestimmt ein Traumjob für einige unserer kokosnussbegeisterten Leser, oder? Ich bin bei solchen Geschichten aber naturgemäß immer etwas skeptisch, besonders weil dieser Job in dem als Quelle angegeben Artikel der LA Times gänzlich fehlt. Und wenn man “coconut security engineer” googelt, landet man immer nur auf Listenseiten mit dubiosem Wahrheitsgehalt (z.B. diese hier). Ich habe beim Ritz Carlton um eine Bestätigung und eventuelle weitere Infos gebeten, aber noch keine Antwort erhalten. Sobald ich diesbezüglich mehr weiß, poste ich das hier.

Gefährlich können Kokospalmen natürlich schon sein. Fallende Kokosnüsse sind die Ursache vieler Verletzungen in tropischen Ländern. Aber die Gefahr wird hier oft etwas überbewertet. Wir haben hier auch schon von der Studie von einem Dr. Barss aus dem Jahre 1984 berichtet, derer zufolge ungefähr 150 Menschen pro Jahr schweren Kokosnussverletzungen erliegen. Aber diese Studie, so schreibt Mythentestseite The Straight Dope (englisch), war so fragwürdig, dass ihrem Autor 2001 nachträglich der Ig Nobel Preis durch die Uni Harvard verliehen wurde - ein Preis, der besonders methodisch unsaubere oder sogar offensichtlich schwachsinnige Forschung “würdigt”. Die Zahl war eine Hochrechnung der Fälle in einem Krankenhaus in Papua-Neuguinea auf die gesamte Weltbevölkerung! Aber trotz eines solch offensichtlichen logischen Fehlers bei diesem Ansatz wird diese Zahl im Netz ständig wiederholt.

Ob also ein Hotel wirklich eine Stelle speziell hierfür einrichten würde? Wie qualifiziert man sich überhaupt für so einen Job? Ich denke mal, hier ist gesunde Skepsis angesagt.

(Bildquelle - robstephaustralia @ Flickr)

In der FAZ vom Freitag, den 27. November 2009 findet sich im Wirtschaftsteil der folgende Artikel über das Trendgetränk Kokosnusswasser von Roland Lindner:

FAZ - Artikel: ‘Ein Hauch von Brasilien in New York

Kokoswasser ist also anscheinend “das neue Trendgetränk in Amerikas Städten”, und der Unternehmer Michael Kirban glaubt, dass er seinen Umsatz von zwanzig Millionen Dollar in zwei Jahren verfünffachen werde, trotz zu erwartender Konkurrenz der Getränkegiganten Coca-Cola und Pepsico. Außerdem stellt sich natürlich die Frage, wo plötzlich die ganzen Kokosnüsse herkommen sollen. Leider haben sich die Autoren nicht die Mühe gemacht vor der eigenen Haustür nach Kokoswasser zu suchen. In Berlin wären Sie fündig geworden, Kulau bietet sein Produkt bereits seit Sommer 2008 in Deutschland an. Ebenfalls nicht beachtet wurde der New Yorker Trend frisches Kokoswasser in Büros der Metropole zu liefern. So liest sich der Artikel fast wie eine Pressemitteilung der Amerikanischen Firma. Wer sich auf der Website des Herstellers umsieht wird auch schnell erkennen, das große Teile fast 1 zu 1 übernommen worden zu sein scheinen. Aber Journalismus ist halt auch nicht mehr was es mal war.

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